Ich befinde mich seit Mai 2009 in Privatinsolvenz. Vom Amtsgericht ist eine Insolvenzverwalterin bestellt worden. Am 30.1.2012 wurde ich vom deren Büro schriftlich aufgefordert eine Einkommenssteuererklärung für 2010 aus zustellen und beim Finanzamt ein zu reichen, was ich dann auch weisungsgemäß getan habe. Nun bekomme ich am 26.3.2012 einen weiteren Brief von diesem Büro mit einer Anlage vom Finanzamt dass ich fristgerecht bis zum 23.4.2012, 1745,41 Euro an das Finanzamt zu zahlen hätte. Ich befinde mich in einem guten Arbeitsverhältnis aber kann dennoch keine 1745 Euro aufbringen. Meine Frau hat einen Nettoverdienst von ca. 500 Euro. Es ist auch sicher kein Geheimnis das durch die Eröffnung des Inso-Verfahrens auch keine Spar oder sonstigen Guthaben mehr vorhanden sind. Ich sehe mich vollkommen außer Stande den geforderten Betrag zu entrichten. Wenn mich meine Internet-Recherchen zu einen richtigen Ergebnis geführt haben so müsste doch 1.) der Treuhänder meine Steuererklärung machen, da dort ja mein Vermögen verwaltet wird. 2.) Sollten sich dann Nachzahlungen ergeben, so sollen diese aus der zu verwaltenden Masse beglichen werden. Was ist denn nun richtig und was kann ich tun dass mir nicht auch noch das FA auf den Pelz rückt ?
Die Insolvenzverwaltung behandelt übrigens ALLE Ihre "Mandanten" wie Menschen dritter Klasse, so dass hier auch kein klärendes Gespräch stattfinden kann. Um meine Insolvenz nicht zu gefährden möchte ich mich auch nicht mit Ihr streiten.
Letztes Jahr wurde ich von Ihr aufgefordert 1500 Euro nach zu zahlen die mein Arbeitgeber nicht entrichtet hätte, es wäre durchaus Gang und Gäbe das vom Insolventen zu verlangen. Durch viel bitteln und betteln konnte ich eine Ratenzahlung von 75 Euro vereinbaren, welche mit dem Zusatz dass ich wohl sehr viel verlangen würde und sie das auch nur ausnahmsweise akzeptieren würde, akzeptiert wurde. Eine weitere Ratenzahlung, z.B. an das Finanzamt würde ich nicht aufbringen können.
Danke

